25 September 2005
19 September 2005
For the Record
Die Ungültigwähler haben die NPD besiegt. Leider haben immer noch fast eine Millionen Bundesbürger sich für die Partei mit dem schlechten Geruch entschieden. Die Nationalisten haben zwar immer noch 743.903 Zweitstimmen zuviel bekommen, vor allem angesichts der Tatsache, dass das (zusammenmit den Erststimmen) fast 1,4 Millionen Euro sind, die in Zukunft dafür ausgegeben werden, an Schulkinder CDs mit schlechter Musik zu verteilen oder die Anwaltskosten von Schlägern und Mördern zu bezahlen.
Bei den Erststimmen sieht das Bild anders aus 2.560 mehr NPD als Ungültigwähler gab es. Allerdings mussman schon sagen, dass die Direktkandidaten der Ungültigwähler (z.B. "Guido Merkel" oder "Ihr seid doch alles miese Schweine") weit weniger Wahlkampf gemacht haben - sie bekommen auch keinen Cent Wahlkampfkostenunterstützung.
Hier nochmal die Übersicht:
Ungültigwähler: 851.182 / 758.633
Nationalisten: 853.742 / 743.903
Differenz: -2.560 / 14.730
Bei den Erststimmen sieht das Bild anders aus 2.560 mehr NPD als Ungültigwähler gab es. Allerdings mussman schon sagen, dass die Direktkandidaten der Ungültigwähler (z.B. "Guido Merkel" oder "Ihr seid doch alles miese Schweine") weit weniger Wahlkampf gemacht haben - sie bekommen auch keinen Cent Wahlkampfkostenunterstützung.
Hier nochmal die Übersicht:
Ungültigwähler: 851.182 / 758.633
Nationalisten: 853.742 / 743.903
Differenz: -2.560 / 14.730
Rücktrittsgesuch
Heute erreicht mich folgendes Schreiben aus dem Axel- Springer- Haus (an der Rudi- Dutschke- Straße):Sehr geehrtes Deutschland,
heute können wir konstatieren, dass Sie sich falsch entschieden haben, obwohl wir nachhaltig und seit sieben Jahren ausdrücklich darauf hingewiesen haben, dass diese Benzinwut-Lügenregierung weg muss. Doch was müssen wir nun sehen, ein Kanzler der nur durch eine Jamaika-Koalition verhindert werden kann, eine Kandidatin, die das bleiben wird und über allem schwebt Horst Köhler, der leider nicht genau weiß, was er machen soll. Keiner hatte ihm gesagt, dass zu Zeiten auch der Bundespräsident mal ne schwierige Entscheidung treffen muss. Nur Lächeln und Winken hatten sie gesagt...
Wir sind ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht von Ihnen. Wir haben schon am Anfang der nun vergangenen Legislaturperiode den Steuersong rausgebracht und damit ordentlich Kohle gescheffelt. Wir haben gerade zuletzt noch einmal die Grünen als Teufel dargestellt und besonders Jürgen Trittin ist der Antichrist. Wir haben unseren Teil getan, liebe Bürgerinnen und Bürger, Sie sind Ihren Teil schuldig geblieben. Doch nun wird es eine Bürgerliche Regierung nur mit den Grünen geben und daran sind Sie schuld. Oder noch schlimmer: Eine Ampelkoalition.
Unsere Wahlziele sind verfehlt worden. Es wird keine breitere arme Schicht in Deutschland geben, die schlecht ausgebildet wird und uns deswegen unsere publizistischen Produkte und unseren flachen Humor abkauft. Deutschland müsste es schlecht gehen, damit es uns gut gehen kann. Das ist nicht gelungen klar zu machen und so werden weiterhin Menschen studieren, mit Bafög und ohne Studiengebühren und diese Menschen - potentielle Leser der BILD-Zeitung und potentielle Hörer der Gerdshow - diese Menschen sind nun vermutlich an Günter Grass und die taz verloren.
Sie sind eine Schande für dieses Land.
Wir wandern aus.
Mit freundlichen Grüßen
Kai Diekmann,
BILD-Chefredakteur
Elmar Brandt,
weiterhin Kanzlerimitator
15 September 2005
Letzter Wahlaufruf
Es wird Zeit Servus zu sagen. Entweder von Gerd Schröder und der rotgrünen Bundesregierung oder von der sozialen Marktwirtschaft. Deswegen gibt es jetzt zwei Dinge, die noch zu tun sind und zwar 1.) den SPD-Kandidaten mit der Erststimme wählen und 2.) die SPD oder auch die Grünen mit der Zweitstimme wählen.Oder man hat bis dahin noch ein bisschen Spaß und wählt am Ende die FDP. Oder irgendeine andere Randgruppe. Ich werde bis dahin noch ein bisschen Wahlkampf machen und wünsche allen Lesern am 18. September ein glückliches Händchen und Kreuzchen, sowie eine schöne neue Republik.
05 September 2005
Die kleinen Parteien
Nach dem ersten Schlagabtausch der Kandidaten fürs Fernsehen wird es Zeit sich den kleinen Parteien zuzuwenden. Sind sie es nicht, die den Wahlabend erst so richtig spannend machen. Was ist wenn die FDP die 5-Prozent-Hürde reißt, würden wir uns nicht alle über Guido Westerwelles Gesicht am Wahlabend erfreuen? Um dabei mitzuhelfen, gilt es der FDP nicht einmal die Zweitstimme zu geben. Die Zweistimme ist nämlich die entscheidende Stimme. Wer unbedingt FDP wählen muss, kann das ja mit der Erststimme tun!
Eine gute kleine Partei zum wählen ist die Grüne Partei. Sie treten nicht nur in Deutschland an, sondern führen ihren Wahlkampf sogar in Kowaltzkiland. Ob Laputa eine Grüne Partei hat ist hingegen nicht bekannt!
Oder wir stimmen für Parteien, die nicht in den Bundestag einziehen werden. Ich folge da dem Beispiel der ÖDP und empfehle die Familienpartei. In jedem Fall sollte man wählen. Nur nicht die Faschisten oder ähnliches Pack. Hilfreiche Werkzeuge dabei können die Wahlcard-Aktion sein (von In Zukunft mit uns) oder Wahlbegleiter (von Stephan Götze).
Eine gute kleine Partei zum wählen ist die Grüne Partei. Sie treten nicht nur in Deutschland an, sondern führen ihren Wahlkampf sogar in Kowaltzkiland. Ob Laputa eine Grüne Partei hat ist hingegen nicht bekannt!
Oder wir stimmen für Parteien, die nicht in den Bundestag einziehen werden. Ich folge da dem Beispiel der ÖDP und empfehle die Familienpartei. In jedem Fall sollte man wählen. Nur nicht die Faschisten oder ähnliches Pack. Hilfreiche Werkzeuge dabei können die Wahlcard-Aktion sein (von In Zukunft mit uns) oder Wahlbegleiter (von Stephan Götze).

