27 April 2005

NaziPack 3

Eigentlich ist es schon fies sich über Dummköpfe lustig zu machen. Es ist doch arg einfach auf Idioten rumzuhacken. Aber es tut auch gut, wenn das Pack aufmarschiert.

Frage an Skinheads: "Geht es dir wie einem kleinen Jungen? Bist stolz auf die Scheiße, die du produzierst?"

Oder ein Dialog mit einem Antisemiten.
Antisemit: "Die Wahrheit ist antisemitisch."
Termit: "In meinem Land gibt es keine Antisemiten nur Termiten."
Übersetzer: "Ich bin doof und hasse Juden"
Antisemit: "Umgekehrt wird ein Schuh daraus."
Übersetzer: "Ich hasse Juden und bin doof?"
Antisemit: "Mit euch kann man nicht diskutieren."
Übersetzer: "Ach so - Ich bin Jude und hasse doof"

26 April 2005

NaziPack 2

Muss man sich für Dummheit schämen?

Ich denke schon. Ich denke, das ist schon das mindeste, was man tun kann. Was heißt das überhaupt sich zu schämen? Das bedeutet doch, das ich erstens einen Fehler gemacht habe und mir das zweitens unangenehm ist. Wenn ich nun in der Hitlerjugend war, dann ist das doch wohl ein Fehler gewesen, oder war es etwa richtig?

Vielmehr sollten wir uns unserer Scham nicht schämen. Wir sollten uns als Deutsche unserer Vergangenheit schämen, wir sollten die große Schuld empfinden, die unsere Großeltern auf unsere Schultern geladen haben. Wir sollten sie tragen und können uns dabei auf den Stolz stützen, den wir empfinden, wenn wir an jemanden wie Heinrich Heine denken oder Sophie Scholl.

24 April 2005

NaziPack 1

Wenn ich so unbedarft auf meiner Festplatte stöbere, dann finde ich manchmal etwas wie dieses Bild hier, dass junge Menschen mit nationalsozialistischer Gesinnung verunglimpft. Zurecht, finde ich. Denn dieses Pack gehört nicht ernstgenommen. Das Problem das ihre Existenz in unserer Gesellschaft darstellt indes schon. Dieses Ernstnehmen jedoch ist ein Pflichtübung. Jedes stiefelbreite Stück unserer Öffentlichkeit, das sie einnehmen, muss zurückgeholt werden. Dabei gehts nicht so sehr um Knilche wie unseren kleinen, dummen Skinhead auf diesem Bild hier, sondern um seine Führer, die gerne wieder der Blödheit und Bosheit zur Macht zur verhelfen möchten.

Die Zeichnung hat übrigens Bertram Scheufele gemacht, ich habe die Farbe und den Text geliefert.

20 April 2005

Habemus Papam

Mit bürgerlichem Namen heißt er Gilbert Lenell Goodwin, geboren wurde er als Gilbert Lenell Goodwin junior. Er ist der erste deutsche Papa, den wir hatten: vorher waren es nur Amerikaner. Wenn andere also Benedikt den 16. feiern, bin ich froh genug über Gilbert Lenell den Ersten. Was mich betrifft, den Einzigen.

Finden Sie nicht, dass er ein bisschen jung ist?

Bei Amtsübernahme war er 29 Jahre alt: damit ist er zumindest nicht zu alt. Außerdem gab es schon jüngere Papas in der Geschichte. Das sollten sich auch mal die Redakteure von 3sat und Financial Times Deutschland hinter die Ohren schreiben.

15 April 2005

Schlechte Zeiten für Diktaturen

In Bayerns Schulen sind die Flaggen noch mit Trauerflor ausgestattet allerdings werden sicher einige Kinder die Band Hefner zitieren: ihre ungeliebte Top-Ministerin wirft das Handtuch aus der rechten Ecke und geht nach Hause, weinen.


Unterdessen in einer Diktatur etwas südlicher kommt dieser Herr ein wenig unter Druck, weil ihm die Christdemokraten aus dem Dach steigen. Es genügt für eine Machtergreifung also nicht die gesamte Fernsehlandschaft zu besitzen, man muss wohl auch noch Wahlen gewinnen.

02 April 2005

Wählen

Es gibt sie: die Wahl.

Und sie beginnt nicht Sonntags um 8:00 Uhr und endet nicht denselben Tag um 18:00 Uhr. Sie beginnt auch nicht abends um acht mit dem Druck auf die "1" auf Deiner Fernbedienung. Damit ist es nicht getan. Zumindest da und dort auf die Straße gehen und gegen Nazis demonstrieren. Oder gegen Studiengebühren; wenn es sein muss auch dafür.

Aber Stellung beziehen und in eine Partei eintreten, sich in den Bundestag wählen lassen und ruhig auch Bundeskanzler werden. Ich habe das sichere Gefühl, dass es mindestens zwei oder drei Leser dieses Textes geben wird, die das machen könnten. Denn eins ist sicher: Es gibt immer Alternativen (zu deutsch: Wahlmöglichkeiten), die es sich zu betrachten lohnt.

... und dann muss man zwischen Ihnen auswählen.

01 April 2005

Umzug

Wie der Blitz bin ich gestern zum zweiten Mal aus der StuSta ausgezogen. Tschüssle zur netten Aussicht gesagt und meine Möbel und Kisten in einen Keller gestellt, weil ich erst nächste Woche wieder einziehen kann. Wieder in die StuSta, wieder in den zweiten Stock des blauen Hauses. Zum Dritten und wahrscheinlich letzten Mal. In der Zwischenzeit wohne ich bei Steffi und bei meinen Eltern.