08 Juni 2005

Wahlversprechen

Ja, die Atomkraft wird erst in 20 Jahren in Deutschland vorbei sein. Das hat viele - vor allem grüne - Wähler wütend gemacht auf die Bundesregierung Schröder. Dabei stand es doch im Wahlprogramm 1998, dass die Grünen rangehen an die Regierung und der Atomstrom dafür ab vom Netz. Dann kommt nur ein Kompromiss heraus mit Restlaufzeiten von 30 Jahren! Jetzt darf sich Frau Merkel auf den Kanzlersessel freuen, der von Atomstrom gewärmt wird, wenn es nach ihr geht noch so lange, bis sie jemand die kalte Fusion erfunden hat.

Schauen wir uns mal die Wahlversprechen 2002 an (... das war der Wahlkampf, den ich mitgekämpft habe). Der Kanzler ist gewählt worden, weil er drei Dinge versprochen hatte, so die überwiegende Meinung der Presse: 1. Deutschland wird nicht beim Irak-Krieg mitmachen - hat er gehalten. 2. Die Flutschäden wird er gut managen - hat er gemacht, sogar als die Flut dann im Ausland war. 3. Edmund Stoiber wird nicht Bundeskanzler - sogar dieses Wahlversprechen hat er eingehalten.

Naja... und dann war da noch das Wahlversprechen mit den Plänen der Hartz-Kommission, die vollständig umgesetzt würden. Das hat er auch gemacht. Eine ehrliche Haut, unser Kanzler.

Wer jetzt immer noch Appetit auf Angela Merkel hat, sollte mal über Gentechnik in Lebensmitteln nachdenken.